User Bericht – VCI 400 und SERATO INTRO
Controller, DJ-Software, Reviews Januar 24th, 2012
Was tun wenn der eigene NS6 kaputt ist? Einfach mal einen VCI400 mit SERATOs Intro antesten. Dachte sich Rico und läßt uns an diesem Unterfangen teilhaben.
Die Software: Serato DJ Intro (im Folgenden SDI)
Die Installation von Treiber und Software geht problemlos von der Hand. Eine Kommunikation zwischen VCI400 und Serato DJ Intro ist aber erst nach einem Firmwareupdate (auf Version 1.52) möglich. SDI richtet sich an Einsteiger. Der Funktionsumfang der Software ist in diversen Punkten reduziert, aber im Prinzip der “großen SERATO Version” ITCH und SCRATCH LIVE nicht unähnlich. Auch die Tatsache, dass man nach der Installation der Software mit dem Controller sofort loslegen kann, ist einsteigerfreundlich. Um das Mapping, eine Punkt an dem Anfänger oft scheitern, braucht man sich bei SDI also nicht zu kümmern. Die Belegung des Controllers ist vorkonfiguriert und lässt sich auch nicht ändern. In SDI gibt es “nur” zwei Decks. Man kann Cue-Punkte setzten und es gibt eine Loop-Funktion. Zusätzlich gibt es pro Deck sechs Effekte und sogar einen Sampleplayer mit 4 Slots. Somit behält man die Übersicht und wird nicht von einer Unzahl an eventuellen Möglichkeiten wuschig gemacht, sondern konzentriert sich erst mal auf das Wesentliche. Für Anfänger oder eben noch Unschlüssige ist diese Software absolut empfehlenswert!
Die Hardware: VCI-400
Der recht neue 4-Deck-Controller aus dem Hause VESTAX macht einen soliden und hochwertigen Eindruck. Ein Betrieb ist nur mit dem mitgelieferten Netzteil möglich, USB-Saft allein reicht nicht aus. Ob mit der Stromversorgung und der USB-Verbindung alles okay ist, zeigen zwei LEDs an. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, Fader und Potis gehen etwas straff, womit gerade bei den Effekten schnelle Änderungen ein ordentliches Zupacken erfordern. Schön auch, dass ein Regler für Filtereffekte pro Kanal vorhanden ist, dessen Potikappen würde ich mir etwas griffiger wünschen. Da der VCI400 eigentlich als 4-Deck Controller konzipiert ist, gibt es Deck-Umschalter. Das diese etwas kurz geraten sind, stellt beim Einsatz mit SDI kein Manko dar, da es hier ja nur 2 Decks gibt. Überhaupt ist der Controller mit SDI etwas unterfordert bzw. lassen die vorhandenen Bedienelemente noch viele Möglichkeiten an Softwarebedienung zu. Sein volles Potential schöpft das Gerät erst beim 4-Deck Betrieb, in Verbindung mit Traktor oder VDJ, aus. Eine Verwendung des VCI400 mit der “größeren Version” SERATO ITCH ist übrigens nicht möglich. Der Klang der integrierten Soundkarte des Gerätes ist – für meine Ohren -sehr gut, druckvoll und detailreich.
Meckerecke
Im direkten Vergleich zum Numark NS6 sind die VCI-Jogweels, nach meinem Empfinden, nicht ganz so präzise, was auch daran liegt, das hier der Grip (glatte Kunststoffoberfläche) nicht optimal ist. Der Kopfhöreroutput scheint etwas zu gering. Zu Hause mag das ausreichen, aber im lauten Clubumfeld könnte es gern etwas mehr sein. (Testkopfhörer war ein Sennheiser HD-25) Es ist zwar löblich, dass der Controller für jeden Kanal eine LED-Kette spendiert bekommen hat, jedoch ist damit kein genaues, visuelles Beurteilen der Track-Lautstärke möglich. Problem ist, dass die LED-Segmente und auch manche Tasten nicht optisch voneinander getrennt sind und somit “durchleuchten”. Besser umgesetzt wurde das bei der Master-Aussteuerungsanzeige.
Vergleich: Itch & DJ Intro Serato
Serato DJ Intro ist so etwas wie der kleine Bruder von Serato Itch. Das Grundprinzip ist die selbe, nur das SDI von allen Funktionen etwas weniger hat. Bei beiden Programmen lässt ich die Controllerbelegung nicht ändern – das kann je nach Auffassung als Vor- oder Nachteil gesehen werden. Auch im Setup von SDI lässt sich nur wenig einstellen: Crossfaderkurve, Headroom & Instant Double, nur um mal drei Punkte zu nennen. Instant Double ist übrigens eine nützliche Funktion um den Track mit gleichen Einstellungen quasi ins andere Deck per Track-Load-Taste „zu kopieren“.
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Funktionen |
Serato Itch 2.1 |
Serato DJ Intro |
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Anzahl der Decks: |
maximal 4 |
2 |
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Anzahl der Audioeffekte: |
12 |
6 |
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Anzahl der Sampleslots: |
4 Bänke mit 6 Slots, also 24 |
eine Bank mit 4 Slots |
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Sonstiges: |
umfangreicheres Setup, Night&Day-Mode, Mitschnittfunktion |
auch mit vielen günstigeren Controllern kompatibel |
Anzumerken ist hierbei, dass der Funktionsumfang bei Serato von der angestöpselten Hardware abhängig ist! Wer einen Vestax VCI300 mit Itch verwenden will, sollte wissen, dass damit nur 2 Decks möglich sind! Wer mit Itch 4 Decks möchte, greift besser zum Xone:DX oder Numark NS6.
Fazit
Beim VCI400 hat man den Eindruck der Controller versucht und schafft es fast es jedem Recht zu machen. Vier Kanäle mit bipolaren Filter, Jogweels, massig Buttons und das alles in einem nicht zu großen Metallgehäuse recht übersichtlich untergebracht. Das Gerät ist gut verarbeitet, auf der Rückseite befinden sich genug Anschlüsse um noch externe Quellen, Mikrofon und Verstärker anzuschließen. Auch wenn der Controller nicht absolut perfekt ist (welcher ist das schon?) kann man für das Gerät eine klare Kaufempfehlung abgeben. Einfach noch ein paar Taler, für ne Traktor Pro 2, einplanen und dann geht’s im 4-Deck-Betrieb richtig rund!
Salection sagt für den kleinen Bericht und das Video “Danke Rico”.







Januar 24th, 2012 at 6:09 pm
Danke euch, das ihr mir helft, mein NS6-Defizit möglichst schadfrei zu überstehen!
Januar 24th, 2012 at 9:08 pm
Warum geht eigentlich ein NS6 kaputt?
Januar 24th, 2012 at 10:12 pm
@ Patrice:
Wenn ich das wüsste! Die nächste Frage bitte!
Januar 24th, 2012 at 11:11 pm
Schönes Gerät, schöner Mix, schöner Texte! Haste gut gemacht=)
Januar 25th, 2012 at 2:42 pm
Danke Danke!
Januar 25th, 2012 at 2:49 pm
Verwechselst du da nicht etwas? Die NS 6 Jogs sind aus Plastik, beim 400er ist die Oberfläche aus Metall. Und das mit dem Kopfhörer kann ich nicht bestätigen. Hab meinen HD-25 dran und mir fallen dabei fast die Ohren ab. Ich würde bei Gigs mal die Monitor Box besser einstellen und eventuell einseitig Ohrstöpsel verwenden. Das schon auch das Gehör. Das mit den LED Segmenten stimmt leider.
Januar 25th, 2012 at 3:34 pm
@ Rob
Der Kopfhöreroutput vom NS6 ist wesentlich höher. Den hab ich noch nie voll aufgedreht. Die Jogs beim VCI-400 sind zwar aus Alu, aber mit einer schwarzen kunststoffähnlichen Schicht überzogen. Die ist für meine Finger nicht ganz optimal, oder ich hab halt trockene Finger
Die Jogs beim NS6 haben außen einen Kunststoffring, in der mitte ist es aber Alu und der Grip ist dort besser. Wobei Grip gut/Grip schlecht auch subjektiv ist.