DJ-Laptop Tipps – Teil 1: Der (Neu)Kauf

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Ein Laptop zum Auflegen sollte stabil laufen, robust gebaut sein und ausreichend Leistungsreserven haben. Aber muss es immer zwangsläufig ein MacBook Pro sein?

Ganz klare Antwort: NEIN! MacBooks haben zwei ganz gravierende Merkmale. Durch die In-House Entwicklung von Hard- und Software sind Macbook und Betriebssystem (MacOS) perfekt aufeinander abgestimmt (= Merkmal 1). Und das lässt sich Apple auch ordentlich was kosten (= Merkmal 2).
Nun hat der versierte DJ zwei Optionen. Entweder er kauft sich für viel Geld ein MBP, muss sich so gut wie um nichts kümmern und kann nahezu Plug-n-Play loslegen. Oder er kann/will nicht so viel investieren, wählt daher ein Windows-basiertes System und kommt mit ein wenig Handanlegen und vorheriger Recherche zu einem ähnlich stabilen und leistungsfähigen Gerät.

In diesem zweiteiligen Beitrag wollen wir Euch ein paar hilfreiche Tipps, Eckdaten und Optimierungsmöglichkeiten geben, die Euren Windows-basierten Laptop fit für die DJ-Kanzel machen. Aufgrund der Vielzahl möglicher Kombinationen bei Windows-Systemen können wir leider keinen ultimativen, allgemeingültigen Tipp geben, weshalb die folgenden Punkte eher als Entscheidungshilfe anzusehen sind – die finale Wahl bleibt einem jeden selbst überlassen.

Die CPU – Intel-ligent oder AMD-lich?
Wir raten auf jeden Fall zu einem Intel-Kern, bevorzugt ein Core2Duo oder einer der neuen “i”-Prozessoren. Die etwas älteren Pentium DualCore CPUs sind leistungstechnisch ebenfalls gut dabei, erzeugen allerdings mehr Abwärme bei Volllast, was in heißer Atmosphäre unter Umständen zum Problem werden könnte, zwecks möglicher Überhitzung des Systems oder ähnlicher Symptome.
Von Atom-Prozessoren (meist in Netbooks zu finden) und AMD-Kernen ist zur Zeit eher abzuraten, da viele Programme und Geräte (Controller, Audio Interface, usw…) nicht unterstützt werden bzw. teils arge Probleme damit haben. Audio-Aussetzer, Hardware-Fehler oder das komplette Versagen der Software können die Folge sein. Diverse Hardware-Hersteller raten in ihren Systemvoraussetzungen mancher Geräte sogar ausdrücklich von AMD-CPUs ab, z.B. Reloop oder Vestax.
Also: Intel Dualcore-CPU mit wenigstens 2 GHz, bevorzugt Core2Duo bzw. Core i3 oder i5 – oder höher.

Das Display – Großer Glanz oder mattes Mobil?
Größer ist besser trifft beim DJ-Laptop nicht immer zu, denn parallel zur Displaygröße steigt auch die Laptopgröße mit an. Und spätestens bei der Suche nach einer geeigneten Tasche/Trolley o.ä. für das Digital-Equipment kann dieser Bumerang böse zurückfliegen, da man hier bei Laptops >17″ recht schnell an der Kompatibiltät scheitert. Eine Displaygröße zwischen 13″ und max. 17″ hat sich als ausreichend und vor allem auch transportabel erwiesen, mit 15″ liegt man im perfekten Mittelfeld.
Eigentlich noch wichtiger als die Größe ist die Auflösung. Hier mein persönlicher Tipp: Finger weg von irgendwelchen neumodischen Multimedia-Breitbild-Screens. Denn die meisten DJ-Programme können mit der Breite nicht viel anfangen, dafür verliert man aber in der Höhe wichtige Pixel. Nimmt man als Praxisbeispiel Traktor, würde das Breitbild die Decks zwar länger machen (sprich längere Waveform), dem Browser im unteren Bereich aber einige Zeilen wegnehmen.
Dritter wichtiger Aspekt beim Display ist die Oberfläche. Mittlerweile gibt es leider kaum noch matte Displays im unteren bis mittleren Preissegment. Diese haben den großen Vorteil, dass sie viel weniger spiegeln als ihre glänzenden Brüder. Beim Open-Air Gig am sonnigen Sonntag Nachmittag oder in der Blinkiblinki-Disko mit fetter Lightshow direkt hinter der Kanzel spielt ein matter Schirm seine Trümpfe aus. Für Glare Glossy Shiny Blitzeblank Displays gibt es aber eine kleine Abhilfe:  3M Vikuiti Display-Schutzfolie. Kostet nicht die Welt, macht das Display matt und ist abwasch- und wiederverwendbar.

Das Netzteil – ohne Strom kein (Pfeif-)Ton!
Einige werden sich jetzt fragen, was es wohl bei einem Laptop-Netzteil, das sich i.d.R. im Lieferumfang befindet, schon groß zu beachten gibt!? Ganz einfach: genau dieses auf den ersten Blick so unscheinbare Teil kann sich zum absoluten Troublemaker entwickeln. Nämlich genau dann, wenn es durch das Netzteil zu einer fiesen Brummschleife kommt. Dies ist in fast allen Fällen dem sog. SchuKo-Stecker geschuldet. Netzteile mit solch einem großen, runden Stecker sind Geräte der Schutzklasse I und haben einen Schutzkontakt als dritte Ader, der einen Potentialunterschied zwischen den verbundenen Geräten erzeugen kann und es dadurch zu einem ungefährlichen, aber deutlich hörbaren Ladungsausgleich kommt. Dies macht sich als Brummschleife akustisch bemerkbar und kann den Spaß am Auflegen deutlich mindern, wenn nicht sogar zum Erliegen bringen.
Daher der Tipp: sofern möglich drauf achten, dass der Laptop ein Netzteil mit flachem Euro-Stecker hat (diese Netzteile sind Schutzklasse II, falls man keine Angaben zum Stecker findet). Solche Netzteile gibt es auch von Drittherstellern zum Nachkaufen, falls man bereits ein Notebook gekauft, bei dem das Netzteil einen bösen Stecker hat.
Anmerkung: wie kann man herausfinden, ob wirklich das Netzteil schuld ist am Störgeräusch? Ganz einfach, indem man den Laptop vom Netzteil trennt und auf Akkubetrieb testet. Ist dann das Brummen/Pfeifen nicht mehr vorhanden, liegt es definitiv an oben genanntem Phänomen, und ein Netzteil Schutzklasse II schafft die schnelle Lösung.

Das Betriebssystem – wer BITet mehr?
Windows XP geht dem Ende entgegen. Und das nicht nur in Sachen Verfügbarkeit, sondern vor allem auch im Hinblick auf die Kompatibilität zu neuen Laptops. Von daher wird es gerade im unteren und mittleren Preissegment schwer, ein Notebook zu finden auf dem sich XP ohne Einschränkung betreiben lässt.
Aufgrund unserer Erfahrung mit VISTA können wir diesem System ein ganz klares Nein geben und raten daher definitiv zu Windows 7. Es stellt sich dann nur noch die letzte Frage, ob es ein 32- oder 64-bit System sein soll/darf. Bis auf die Einschränkung der maximalen Arbeitsspeichergröße (bei 32-bit ist bei 3 GB Schluss) spricht aktuell nichts gegen ein 32-bit System und im Umkehrschluss auch nichts besonderes für ein 64-bit OS. Der Software (Serato Scratch Live / Itch, NI Traktor, Ableton Live, usw…) ist es größtenteils egal, und bei der Hardware ist man mit 32-bit auf der sicher(er)en Seite, was kompatible und vor allem stabile Treiber betrifft. Die gängigsten Hardware-Bauer haben in Sachen 64-bit mittlerweile ordentlich nachgelegt, sodaß ihre (zumindest neueren) Geräte auch hier ordentlich betrieben werden können.
Halten wir fest: Betriebssystem-Empfehlung ist Windows 7, bevorzugt in der 32-bit Variante, mit Option auf Wechsel zu 64-bit.

Die Grafikkarte – alle an Board?
Wichtiger als die Entscheidung, ob “externe” Karte oder Onboard-Chip ist viel mehr der Chiphersteller bzw. dessen notwendiger Treiber. Bei einigen nVidia Chips kommen zur Zeit Treiber zum Einsatz, die sich je nach Grafikanforderung automatisch takten, und dadurch gewisse Unregelmäßigkeiten im Systembus verursachen, was sich beim Auflegen durch Audio-Dropouts oder ähnliche Fehler bemerkbar macht. Abhilfe schaffen andere Treiberversionen oder auch Alternativen von externen Programmierern, deren Treiber sich fest auf eine bestimmte Leistung schalten lassen und das dynamische Hoch- und Runtertakten somit von Grund auf verhindern.
Allgemein gilt: DJ-Tools haben keine besonderen Anforderungen an die Grafikkarte, weshalb es hier auch nicht auf eine besonders leistungsfähige Komponente ankommt und ein Onboard-Grafikchip keinen Nachteil bedeutet. Allerdings wird bei Onboardlösungen der Grafikspeicher stets vom regulären Arbeitsspeicher abgezweigt, was sich aufgrund der gering benötigten Größe von schätzungsweise 100 – 200 MB eher wenig bemerkbar machen sollte.

Die Festplatte – iSSD die groß genug?
Bei Festplatten macht seit kurzem ein neuer Begriff die Runde: SSD. Gemeint sind dabei Flash-Speicher ähnliche Datentanks, die schnelle Zugriffszeiten und beschädigungsresistenten (weil ohne mechanische Bauteile im Inneren) Betrieb versprechen. Klingt zunächst ziemlich verlockend, hat aber zwei Nachteile: erstens noch recht teuer und zweitens keine längerfristigen Erfahrungswerte. Wer die Investition aber nicht scheut, wird mehr Vorteile daraus ziehen als Unannehmlichkeiten erfahren.
Meist sind aber immernoch die “klassischen” HD’s ab Werk verbaut, was im Vergleich zu SSD keinen wirklichen Performance-Nachteil, jedoch eine nicht unerhebliche Preisersparnis bedeutet. Wichtig wäre hier nur, sich vorab über die Drehzahl und die daraus resultierenden Zugriffszeiten zu informieren. Diese sollten sich wenigstens im mittleren Bereich oder darüber befinden.

Die Peripherie – USBedingt notwendig?
In Sachen Peripherie können Windows-Laptops eine ihrer großen Stärken ausspielen, nämlich die Anzahl verfügbarer USB-Ports im Vergleich zum MacBook. Und ein DJ kann eigentlich nie genug freie USB-Ports haben. Aktueller Standard ist noch immer USB 2.0, obwohl inzwischen auch vermehrt Laptops auftauchen, die mit dem neuen USB 3 Standard aufwarten. Da es derzeit aber noch so gut wie keine Controller oder Audio-Interfaces mit USB3 gibt, und dies sich wohl auch die nächsten 1 – 2 Jahre nicht ändert, kann man dieses Feature außer Acht lassen. Außerdem sind bereits die ersten Abwärts-Inkomatibilitäten aufgetaucht: der Kontrol S4 von NI zum Beispiel hat arge Probleme mit dem Betrieb an einem USB3 Port, was der Hersteller auch explizit erwähnt. Von daher: Finger weg von USB3, oder zumindest nicht als Pro-Kaufargument ansehen!
Das Thema Firewire spielt im DJ-Bereich inzwischen so gut wie keine Rolle mehr, weshalb man diese Anschlußmöglichkeit beim Kauf eher ignorieren kann. Alle aktuellen Gerätschaften für den Digital-Aufleger sind mit USB-Anschlüssen ausgestattet und verrichten damit sehr zuverlässig ihre Dienste. Die Übertragungsrate und Bandbreite von USB (2.0) ist hier wirklich mehr als ausreichend.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es – wie bereits anfangs erwähnt – keine Patentlösung bzw. einen speziellen Geheimtipp gibt. Dafür kursieren einfach viel zu viele Kombinationen, und das Angebot an geeigneten und weniger geeigneten Klapp-Computern ändert sich nahezu täglich. Wer sich aber die oben genannten Punkte ein wenig zu Herzen nimmt, bekommt für relativ schmales Geld ein absolut DJ-taugliches System, das für heute, morgen und auch nächstes Jahr zuverlässig und potent seine Dienste verrichten wird.
Übrigens muss es nicht zwingend ein Neugerät sein: wer die Recherche nicht scheut und ein wenig Geduld mitbringen kann, findet auf dem Gebrauchtmarkt viele geeignete Geräte mit vielen der vorgeschlagenen Eigenschaften für schmale Münze. Und glaubt uns eins: auf die Optik kommt es wirklich nullkommanull an, der Laptop wird im Livebetrieb früher oder später sowieso einige Blessuren abbekommen. Mit einem Zitat aus  diesem Video: “It’s the inside that counts!”

Im zweiten Teil geht es dann um allgemeine Hinweise zum DJ-Gebrauch, Optimierungstipps für’s Betriebssystem und weitere hilfreiche Infos, Euren Laptop dauerhaft fit zu halten. Denn selbst die tollste Hausfassade kann nicht drüber hinweg trösten, wenn der Bewohner vom Messy-Syndrom geplagt ist. ;)

20 Kommentare

  1. *hust*
    Natürlich muss es kein MacBook Pro sein. Das normale (weiße) MacBook ist völlig ausreichend und günstiger ;)

    Kenne mittlerweile viele die aus Win7 Thinkpads, usw. rausholen was geht und keine Probleme haben.

  2. Der Flohi wieder…super Text erstmal!!!ein kleinen Vermerk in Richtung SSD…als ich mir mein MBP gekauft habe Juni09…gab es bei Mac wohl schon einige Jahre die SSD Technik…im MacShop meines Vertrauens & ein paar Freunde meinten, dass das Hauptverkauf Argument der Erschüterungsschutz sei…sprich wenn der AbtastKopf von der Festplatte bei zu starken Vibrationen auf die Scheibe schlägt und dann Ende im Gelände is….Gut kann ich jetzt erstmal so nich bestätigen, sprich hab ich so noch nie gehört das das mal passiert sei…aber vorstellen könnte ich es mir schon…vorallem wenn man schon ein paar mal das Mischpult bzw den Laptopstand wieder zurück schieben muste,weil der Bass unter dem Mischpult stand,oder daneben,oder um die Ecke,oder oder oder…
    Nichts desto trotz,es wäre recht interessant da mal ein paar Erfahrungen zu hören…
    MfG Patrice

  3. USB 2.0 bringt max. 500mA Strom, USB 3.0 bis zu 900 mA Strom. Da es noch viele Geräte mit externem Netzteil gibt (z.B. S4) wäre es doch ne feine Sache, wenn die Hersteller das mal endlich schnallen würden, da könnt man in vielen Fällen auf ein Netzteil verzichten. Gerade am Beispiel S4 wirds deutlich. Nur mit USB betrieben, hat man eine etwas geringere Kopfhörerlautstärke und die Helligkeit der LED´s ist niedriger. Könnte mir gut vorstellen, das die 900 mA vom USB 3.0 dann ausreichend wären. Aber ma abwarten ob die Hersteller in Zukunft mit berücksichten.

  4. Super Beitrag! :)

    Hab mir aber dennoch nach längerem hin und her mit meinem “alten” Laptop ein Macbook Pro zugelegt ;)
    Auch in Hinsicht aufs wohl anstehende Studium(Thema Akkulaufzeit und so ;) )

  5. @ Grizu:
    Deine Aussage kann ich überhaupt nicht unterschreiben. Vielmehr sind sich die vergleichbaren MacBook und MacBook Pro preislich so nah, dass der Griff zum MBP ein absoluter “no-brainer” ist. Das robustere Gehäuse, die Tastaturbeleuchtung und auch der Firewire-Anschluss machen die “nur” €150 Aufpreis mehr als wett.
    Ich bin erst vor kurzem von einem 3 Jahre altem Sony Vaio VGN-C1S/W (13.3″, 1.66GHz Core2Duo, 2GB RAM, WinXPH) auf ein MBP (13.3″, 2.4GHz, 4GB RAM) umgestiegen und würde es immer wieder tun.
    Der einzige (dafür gravierende) Nachteil ist die Anzahl der USB-Ports. Hier sind 2 eindeutig zu wenig und ein Hub (mit externem Netzteil) für viele ein muss. Und das kann wiederum ganz schöne Probleme mit sich bringen.

  6. Hallo Salection!

    Danke für den umfangreichen Beitrag. Er wird mir in nächster Zeit sehr nützlich sein. Mein derzeitiger Rechenknecht ist wie bekannt, eher als natürlicher Feind des DJ`s zu bezeichnen…

  7. Von normalen HDD’s kann mabn nur abraten da die schwingungen im Club den lesekopf auf die Platte schlagen lassen können und somit einen Headcrash erzeugen.

  8. Schöner Beitrag Floh. Kommentare aus dem Nähkästchen sind auch immer gern gelesen. Ich schließ mich serkan an. War auch lange Jahre Verfechter eines “mit nem gut optimiertem WIN looft ditte” … bis mein eigens konfiguriertes 12″NB dann nicht mit SL3 laufen wollte. Also hab ich mal den Wechsel auf MBP versucht und halte es für eine der besten Entscheidungen ever. Bleibt natürlich die leidige Geldfrage und wenn man die hinzuzieht, ist der Beitrag eine Tophilfe für all jene, die nicht deutlich in den vierstelligen Ausgabebereich gehen wollen. :)

    In Sachen HDD hatte ich weder mit NB noch mit MBP Probleme. Letzteres bzw. dessen Festplatte hat unlängst gar einen Sturz aus einem Meter Höhe überlebt, als ein tanzender Unhold am DJ-Pult Halt suchte.^^

  9. Servus, hatte bis jetzt mit meiner normalen hdd im MBP auch keine Probleme. Bezüglich des fallens, ich erinnere mich mal gelesen zu haben und höre es immer mal von meiner festplatte, wenn ich das book hochnehme etc, dass die hdd abschaltet. Da gibt es irgend eine art von schultz, entweder durch die integrieret cam oder anders.

  10. @Serkan:
    Firewire brauch ich nicht mehr und auch sonst nicht wirklich Kaufargumente. Tastaturbeleuchtung zieht nur Strom ab. Stehen massig weiße MacBooks in der DJ-Booth und laufen. Die Aludinger kenn ich gerade bei DJ-Kollegen extrem verbeult und verzogen, soviel zum tollen Gehäuse ;)
    Mein altes (weisses) MacBook hab ich letzte Woche bei ‘nem Gig mal wieder zwei Meter fallen lassen beim Aufbau und wie immer ist nichts passiert.
    Billiger USB-Hub vom Geizmarkt für 5.- Euro mit externer Stromversorgung und 5 Midicontroller und 3 Audiointerfaces gleichzeitig sind kein Problem bei mir.

  11. servus leute… also ich muss sagen, dass es auch oft auf den menschen ankommt, der vor der maschine sitzt. und ich denke win vs mac ist auch sone philosophiefrage.

    arbeitstechnisch bin ich sehr zufrieden mit meinem weissen macbook der aktuellen baureihe. da läuft mein ganzer grafikshizzle und mein ableton.

    zum auflegen habe ich ein 10″ eeepc 1005HA mit 2 gig ram + winXP mit SP2. darauf läuft TP und meine 2 Mdicontroller.
    Noch nie irgendwelche Probleme gehabt, nie abgestürzt, nie audioausfälle oder sonstiges. Auch die Auflösung ist absolut ausreichend… was brauch ich noch 3 zeilen von der library, wenn ich die mit einem knopfdruck als vollbild ein udn ausschalten kann… Daumen hoch!

    Ob sich das bei nem DVS wie TPS auch noch so verhalten würde weiss ich nicht zu beurteilen, weil ich mir vorstellen kann, dass das noch mehr leistung frisst.

    aber so bin ich top zufrieden!

    und ich liebe meie beiden rechner :-) die dose und den apfel

  12. Leider findet sich unter den Laptops “immer noch nicht” die eierlegende Wollmilchsau und trozt der angegeben Tips bleibt es immer ein Glücksspiel (außer ggf bei Macs) ob das System nun zuverlässig läuft. Gerade beim Bsp nVidia gehen die Meinungen weit auseinander bzw. die Erfahrungswerte. Der eine kann ohne Probleme sein Wifi im Club anlassen um zb TouchOSC via Smartphone laufen zu lassen oder sich noch schnell einen Tune zu organiseren, während es beim nächsten zum totalen Glitchmassaka führt.
    Preise spielen nach meinen eigene Erfahrungswerten auch keine Rolle, mein alter VAIO (kaufpreis 2006 ~ 1300€) lief zwar immer recht stabil aber hatte eben dank nVidia Chip oft mit Soundproblemen zu kämpfen. Dannach kaufte ich mir ein richitg preiswertes Acer Notebook was nie Zicken machte und Traktor Pro / Scratch Pro bis heute ohne Probleme und große Umkonfigurierung stabil läuft.Seit ein paar Monaten habe ich mir speziell fürs Auflegen ein Thinkpad im unteren Preissegment gekauft welches aber schon deutlich teuerer war als der Acer, jedoch lief das erst mit Trekker rund, nachdem ich ein komplett Cleanes Win764 aufgestzt hatte bzw eine extra “Dj-Partion+System”. Alles in allem ist es immer ein großes Rätselraten und Foren und Vergleiche verunsichern meist nochmehr. Mein Tipp : Rechner kaufen, testen und ggf zurück senden falls was nicht haut. Bei 64 Bit Systemen empfiehlt es sich aber auch auf jeden Fall den Ram auf min. 4Gig erweitern – Over & Out

    Thomasch :D

  13. Ich möchte hier, um das Thema im Thread MC6000, zu ergänzen mal auf diese angesprochene Seite zurückkommen und zur Diskussion anregen: http://www.salection.de/blog/?p=2520

    Hier werden folgende Tipps gegeben:

    Zitat: “Aufgrund unserer Erfahrung mit VISTA können wir diesem System ein ganz klares Nein geben und raten daher definitiv zu Windows 7. Es stellt sich dann nur noch die letzte Frage, ob es ein 32- oder 64-bit System sein soll/darf. Bis auf die Einschränkung der maximalen Arbeitsspeichergröße (bei 32-bit ist bei 3 GB Schluss) spricht aktuell nichts gegen ein 32-bit System und im Umkehrschluss auch nichts besonderes für ein 64-bit OS.”

    [B]Mag sein das beim abspielen der Musik, es keine Probleme mit 64bit gibt, jedoch wurde nicht auf externe SK´s eingegangen.[/B]

    “Bei einigen nVidia Chips kommen zur Zeit Treiber zum Einsatz, die sich je nach Grafikanforderung automatisch takten, und dadurch gewisse Unregelmäßigkeiten im Systembus verursachen, was sich beim Auflegen durch Audio-Dropouts oder ähnliche Fehler bemerkbar macht.”

    [B]Gab es nicht Aussagen das bei einer Neuanschaffung besser eine “nVidia” ist?[/B]

    Aktueller Standard ist noch immer USB 2.0, obwohl inzwischen auch vermehrt Laptops auftauchen, die mit dem neuen USB 3 Standard aufwarten. Da es derzeit aber noch so gut wie keine Controller oder Audio-Interfaces mit USB3 gibt, und dies sich wohl auch die nächsten 1 – 2 Jahre nicht ändert, kann man dieses Feature außer Acht lassen.

    [B]Jedoch finde ich wenn man eine Video Platte dran hat, sollte man zukünftig auf USB 3.0 umrüsten.[/B]

    Thema USB 3.0: Außerdem sind bereits die ersten Abwärts-Inkomatibilitäten aufgetaucht: der Kontrol S4 von NI zum Beispiel hat arge Probleme mit dem Betrieb an einem USB3 Port, was der Hersteller auch explizit erwähnt.

    [B]Wär fährt schon Traktor :D[/B]

    Ich nutze seid 3 Jahren ein Macbook late 2009 mit 2,4 Ghz und 4GB Ram -> Plug n Play und alles läuft stabil mit VDJ Pro, sogar mit Video

  14. zu meinem oberen Beitrag, sorry einige dinge sind unverständlich, ich hab es aus einem Forum kopiert, ich bin aber der Texter.

  15. @ beezer : in den meisten Foren befinden sich jede Menge Problemberichte zum Thema nVidia vs Digital Dj Anwendungen.
    Wie oben geschriebn hatte ich bei meinem Vaio mit nVidia Graka auch öfters Probleme, weiß jedoch nicht wie es sich jetz verhält. Im Ni Forum wird jedoch von Problemen bei neuen bzw neueren nV Chipsätzen bzw Grafikchips berichtet.
    Ich glaube daher nicht das jemand explizit auf nVidia hinweißt im Sinne von “must have” bei einem Dj Laptop.

    Ez T ;)

  16. einige anmerkungen von einem der seit jahren nicht nur digital auflegt, sondern auch beruflich als informatiker mit schwerpunkt endkundenbetreuung unterwegs ist:

    1. eine onboard-grafikkarte bietet als vorteil eine geringere hitzeentwicklung und braucht zudem weniger strom. das ist IMMER ein argument bei mobilen geräten.

    2. eine onboard-grafikkarte hat als nachteil die zusätzliche belastung des systembusses, da die grafikdaten mit dem arbeitsspeicher ausgetauscht werden müssen. hier sehe ich eine gefahrenquelle für störgeräusche oder gar drop outs.

    3. das argument der mechanischen unempfindlichkeit von SSDs ist ein sehr wichtiges. je nach der umgebung im club können besonders die bass-vibrationen der festplatte kopfschmerzen bereiten oder diese im schlimmsten fall sogar zerstören. digitale dj-systeme nutzen in der regel zwar einen audio-cache (die musik wird quasi schon vorab in den arbeitsspeicher geladen) wodurch man zumindest einen puffer hat falls es zu aussetzern des lesekopfes kommt. man sollte dennoch dankbar für diese neue technologie sein da sie eine weitere problemquelle beseitigt (und als positive nebeneffekte noch geringeren stromverbrauchund und abwärme mitbringt).

    wer die fehlende langzeiterfahrung als gegenargument zu SSDs aufführt: ein dj der zumindest seine musikbibliothek nicht regelmässig sichert ist selbst schuld. gedankenanstoss: man kann die normale festplatte einfach ausbauen (lassen) und für 10€ in ein externes gehäuse stecken – der ideale ort um seine daten zu sichern. dass die SSDs noch recht teuer sind ist eben so, wird sich aber ändern.

    ansonsten kann ich diesem artikel uneingeschränkt zustimmen.

  17. Klasse Artikel. Aber wann kommt Teil 2? Würde mich freuen, vielleicht kann ich ja die ein oder andere Idee noch aufgreifen von euch.

  18. Top Danke! Dann kann ich mir ja Problemlos ein Notebook auf Windowsebene kaufen! Hat jemand Infos welches Dj Set ich mir als Anfänger kaufen kann?

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