NOVATION DICER – SSL Controller
Controller Juli 2nd, 2010
Drei Farben für ein Halleluja. Und zweimal fünf Buttons in drei Ebenen. Macht sechzig mögliche Belegplätze für MIDI-Funktionen.
Der Dicer im Test.
Novation kündigt den Dicer als speziell für Serato Scratch Live optimierten Controller an. „Official Serato Accessory“ liest man auch auf der Verpackung, die im übrigen recht ansehnlich daher kommt.

Als Inhalt finden sich zwei Dicer, nebst nötiger Verbindungskabel, eine Kurzanleitung und „DJ Putty“, ein Streifen der so aussieht wie ich mir Plastiksprengstoff vorstelle, welcher aber letztlich nur zur Befestigung des Dicer dient.
Der Dicer ist aus Kunststoff und wiegt nur wenige Gramm. Einer der beiden Dicer wird via speziellem (!) Mini-USB mit dem Rechner verbunden. Damit wird dann immer das linke Deck in SSL angefahren. Von diesem Dicer geht es per Miniklinkenkabel zu Dicer zwei, welcher dann das rechte Deck steuert. Beim Start von SSL werden (ab Version 2.1 – aktuell die Beta) beide Dicer sofort erkannt und vorgemappte Funktionen sind zugeordnet. Pro Dicer gibt es fünf Buttons von der Größe eines 20 Cent Stücks, die in drei Ebenen und farblich unterschiedlich für Cue-Punkte (rot), Loop Roll (grün) und Auto Loop (orange) genutzt werden können. Ein Umschalten zwischen den Modi geschieht über drei kleine, mit Icons versehene, Buttons. Überhaupt verzichtet Novation beim Dicer auf Beschriftung und Zahlen, hier wird mit Icons und Punkten gearbeitet, so dass man, egal wie der Würfel fällt, immer sieht was geht. Ausserdem lassen sich noch zwei Usermodes belegen. Hierbei arbeiten die Loop Roll und die Auto Loop Taste als Shift. Wenn man also einen der fünf großen Buttons bei gleichzeitig gedrückter Loop Taste betätigt, läßt sich eine weiterere Funktion zuordnen. Auf optische Rückmeldung muss man bei diesen, bis zu zwanzig zusätzlichen, Befehlen allerdings verzichten.
Wer sich mit den mitgelieferten Mappings nicht anfreunden will, kann den Dicer auch komplett selbst belegen. Ebenso funktioniert der Dicer auch mit anderer MIDI-fähiger Software a la Traktor oder Ableton. Fertige Presets stehen auf der
Novationseite zum Download bereit.

Interessant ist die Idee der Anbringung des Dicer. Im Lieferumfang kommen zwei Teile mit, welche sich am Dicer anschrauben und nachher, mit diesem, in der Singeladapterhalterung eines Technics versenken lassen. Soweit sogut, vor allem für jene, welche ihr Setup in Battleposition betreiben. Für einen schnöden Horizontalaufsteller wie mich ist der Abstand zum, in der Adaptervertiefung verankertem Dicer, der weiteste anzunehmende.
Natürlich kann der Dicer auch an glatten Flächen, zB direkt auf dem Laptop oder an anderer Stelle auf dem Plattenspieler oder CD Player angebracht werden. Um den Dicer da zu sichern, kommt der wiederverwendbare „DJ Putty“ zum Einsatz.
Fazit, nach kurzer Testzeit: Kompakter, zweigeteilter Controller, dafür Pluspunkt. Handling ist schnell zu erfassen, die optische Rückmeldung in den drei Hauptebenen ist tadelos, die Druckempfindlichkeit der Buttons lässt sich gut an. Dass bei den Bedienelementen nur auf Buttons gesetzt wurde ist mir etwas schleierhaft. Effekte sind seit 2.0 fester Bestandteil von SSL, mit 2.1 kommen da noch etliche Verbesserungen. Und diese Effekte wollen (zumindest von mir) gesteuert werden – ohne einen weiteren Controller zu nutzen. Da steht man mit dem Dicer, mit dem man nur ein- und ausschalten kann, schnell auf dem Schlauch und das ist schade.
Letztlich ein Tool, wie gemacht für den Teil der auch DVS User, die Plattenspieler gern hochkant stellen und für die Cueknopfdrücken mehr zählt als Effektdrehen. Mit der Möglichkeit Effekte zu steuern würde ich dem Dicer deutlich mehr Chancen geben. So bleibe ich wohl einstweilen bei meinem nanokontrol.
Das Paar Dicer kostet 99 Euro und ist im
Salection Shop erhältlich.






Juli 2nd, 2010 at 1:27 pm
DJ Putty ist bestimmt so was ähnliches wie Silly Putty. http://en.wikipedia.org/wiki/Silly_Putty
Sehr spassiges Material, was, wenn langsam verformt verformbar bleibt, aber beim schnellen verformen starr und fest wird (und Flummi artig rumspringt). Könnt Stunden damit spielen
Juli 2nd, 2010 at 2:05 pm
Salection wieder mal mit einer Blitzlieferung! Hab meine gerade ausgepackt. Danke!
Bei Effekten scheiden sich die Geister, ich z.B. nutze auch relativ viele Effekte, aber habe bis jetzt an nanoKey, nanoPad und NI Maschine auch nur on/off gemappt. Hab für alles richtige Einstellungen in Torq gefunden für die ich keine Potis benötige. Falls doch, dann mappt man einfach mehrere Snapshots mit Änderungen oder Automationen und spart sich wieder die Potis. Da muss man nur kreativ sein und je nach verwendetem Programm checken was machbar ist.
Hab die Dicer noch nicht angeschlossen und gemappt, aber schon einen Minuspunkt gefunden. Das Kabel vom Rechner zu Dicer ist kein normales mini-USB und nicht kompatibel mit den standart Kabeln, wie z.B. bei vielen Digicams, USB-Hubs, Korg nano Serie, usw. Ich habe bei Gigs gerne Ersatzkabel dabei. Sieht bei den Dicern schwer aus und ich muss erstmal in den Computerladen und fragen ob es da was gibt. Mehr wenn die Dinger laufen und gemappt sind.
Juli 2nd, 2010 at 3:21 pm
Oh, Danke für den Hinweis. Das mit dem Kabel ist mir nicht aufgefallen. Gerade überprüft und siehe da: klassische MiniUSB passen nicht. Im Text nun vermerkt.
Juli 2nd, 2010 at 4:41 pm
Und noch ein Minuspunkt leider:
Die Anschlüsse der Dicer müssten wenn die Turntables hochkant stehen nicht nach links, sondern nach vorne (zum DJ) gehen. Hab extra einen Vestax PMC-06 und hänge den auch zwischen den Turntables ein (extra die Halterungen für die Schützhaube beim rechten Turntable abgeschraubt), Problem ist mit der Kabelführung der Dicer ist das nicht mehr möglich. Beim Scratchen und Faderbewegungen ist der Stecker des rechten Dicers der Faderhand im Weg und man stößt ständig an, nervt beim Cutten extrem.
Ich mach jetzt mal mein Mapping für Torq und schau mal ob da alles klappt.
Juli 2nd, 2010 at 7:07 pm
Ich hab jetzt auf die Dinger mit voller Gewalt eingeprügelt und das übelste Sampleplay- und Cuepunktmassaker ever veranstaltet.
Nadelspringen? Vergesst es!!! Den rechten Dicer hats mir aus der Halterung gehauen, aber Nadelspringen geht ja bei einem DVS sowieso nicht im Relative Mode
Kritikpunkte:
-Verwendete Kabel
-Kabelführung, bzw. Anschlüsse und Stecker
-leider keine leuchtenden LEDs in Torq (aber das liegt ja an Torq und nicht an Novation)
-Preis zu hoch (wohl wegen Serato und Ean Golden), maximal 79.- wären angemessen.
Plus:
-Ergonomie (trotz Hand auf der Platte möglich Buttons zu drücken)
-zwar erstmal für Serato Scratch Live, aber kann auch als Midicontroller für jedes andere DVS benutzt werden. Eigene Midi-Mappings sind sowieso besser als vorgefertigte Plug & Play Lösungen.
-60 Midibefehle auf zwei kleinen Controllern direkt auf den Turntables.
-schicke Verpackung
Juli 2nd, 2010 at 7:10 pm
Nach NI Maschine seit langem der beste Kauf. Danke nochmal für die super schnelle Lieferung! Wird ein schönes Wochenende mit den Dicern und eigenem Midimapping.
Juli 7th, 2010 at 11:07 am
der 7″ puckeinsatz ist nur f. den SL-1200/10 angepasst, sehe ich das richtig? Hat jemand versucht diese Dicer an einem Vestax PDX zu befestigen?
Juli 8th, 2010 at 12:07 pm
@mabus: richtig beobachtet. Der Pukeinsatz ist quasi für seine abgesenkten Gegenstücke optimiert. Der PDX bietet dies ja nicht und auch nicht allzuviele Freiflächen um den Dicer “aufzukleben”. Ob der Dicer sich beim PDX Powerschalter anbringen lässt, vermag ich nicht zu sagen.
Juli 10th, 2010 at 5:54 am
hey Grizu,
eMail mir bitte mal
mail@higherbeats.de
Grüsse!
Juli 12th, 2010 at 10:32 am
schon gut…
hab dein stuff bei torq DJ in meiner PM box
(sickman here)
Juli 15th, 2010 at 11:58 pm
Eure Videos sind bei mir auch schon durch. Schön Dubstep und Drum’n'Bass im Zelt
Juli 16th, 2010 at 8:15 am
“…schon durch…”
wat heisst das?
ik mag jetzt aber mal dicer torq vids sehen, snapshots etc.!
go go go